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Am 5.12.1890 in Wien geboren, studierte Lang erst auf
Geheiß seines Vaters Architektur, begeisterte sich dann aber mehr
für die Malerei. Er reiste quer durch Europa und landete schließlich
gegen Ende des 1. Weltkriegs in Berlin, wo er als Dramaturg, Drehbuchschreiber
und bald auch als Regisseur tätig war.
In den 20er Jahren entwickelte er sich mit Filmen, wie "Der müde
Tod", "Dr. Mabuse" und "Die Nibelungen" zum gefragten
Regisseur. Premieren von Lang-Filmen waren gesellschaftliche Ereignisse
und die Schlangen an den Kinokassen beeindruckend.
So konnte die Ufa ihm auch fast nichts abschlagen, als er mit seinem ehrgeizigen
Projekt "Metropolis" begann. Die Inspiration zu diesem Stoff
war Lang bei einer Amerika-Reise gekommen, wo ihn die Dimension der Wolkenkratzer
in Verbindung mit der niemals schlafenden Stadt faszinierte. Zusammen
mit seiner damaligen Frau Thea von Harbou schrieb er das Drehbuch. Das
Schwülstige und Banale an der Story wird meist der Harbou angelastet,
die sich als Autorin von Trivialromanen einen Namen gemacht hatte.
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Fritz Lang, eher unpolitisch, interessierte sich in
erster Linie für die Maschinen und Kulissen. Zuweilen ließ
er sich im Studio einschließen und brütete darüber, wie
man das Modell der Stadt am eindruckvollsten in Szene setzt kann.Gereizt
von der Dimension des Stoffes, wollte er etwas nie da Gewesenes schaffen.
Der Dreh des Films entwickelte sich zur Materialschlacht. Zudem wurde
Lang zum Befehlshaber über eine gigantische Menschenmenge. In dieser
Arbeit zeigte sich sein großer Ehrgeiz und sein diktatorischer Arbeitsstil.
Er konnte mit der Figur des Herrn von Metropolis durchaus verglichen werden.
Er hatte den Anspruch, dass die Schauspieler auch gefährliche Szenen
selbst drehten, was für die Schauspielerin Brigitte Helm als Maria
und Roboter zur Tortur wurde.Nach "Metropolis" drehte er unter
anderem noch einen weiteren Science-Fiction - "Frau im Mond",
bevor 1931 mit "M" erfolgreich sein ersten Tonfilm in die Kinos
kam.
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Obwohl der Film "Das Testament des Dr. Mabuse"
von den Nazis verboten wurde, bot Goebbels,begeistert von "Metropolis"
und den "Nibelungen", Fritz Lang die Leitung des deutschen Films
an. Daraufhin emigrierte Lang in einer Nacht- und Nebelaktion zuerst nach
Paris und dann nach Amerika. Dort drehte er Filme, in denen er sehr wohl
politische Themen, wie Rassismus, Lynchjustiz und Todesstrafe, ansprach
und mit anderen Emigranten wie z.B. Bert Brecht zusammenarbeitete.
Seine letzte Regiearbeit sollte in Deutschland "Die tausend Augen
des Dr. Mabuse" sein.
Fritz Lang starb am 2.8..1976 in Beverly Hills/Kalifornien.
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